Mein Aufenthalt bei unserer Partnerschule in Polen vom 26.05.-28.05.20011

Am Donnerstag sind wir bei hochsommerlichen Temperaturen um 12.14 Uhr in den gut klimatisierten Bus von Palm-Reisen eingestiegen. Die Zurückgebliebenen winkten uns schwitzend nach.

Nach einer langen Fahrt wurden wir begeistert empfangen. Es war sehr herzlich. Jeder von uns war gerührt.

Zuerst gingen wir in die Sporthalle. Dort wurden die ersten Gast- und Begrüßungsgeschenke ausgetauscht. Anschließend führte eine Klasse noch einen kleinen Begrüßungstanz vor. Im Anschluss wurden wir unseren Gastgebern zugeteilt und machten uns mit ihnen zusammen über das reichhaltige Buffet „her“.

Nun war es doch schon sehr spät und wir trennten uns von der Schule und fuhren bzw. liefen mit den Gasteltern nach Hause.

Ich war wieder bei Jakob, einem 10-jährigen Jungen, mit welchem mich schon eine längere Freundschaft verbindet, denn wir besuchen uns seit 3 Jahren gegenseitig. Daher fühlte ich mich nicht fremd. Doch etwas war für mich auch neu! Jakob hat einen weiteren Bruder bekommen. Er war noch ganz klein, 3 Monate alt.

Außerdem war noch am 26.05. Muttertag in Polen, sodass der Besuch meiner Gastfamilie mich neugierig begrüßte.

Am Abend kamen auch noch Henriette und ihre polnische Freundin bei uns vorbei. Zusammen spielten wir mit Jacobs Hund Lucky auf dem Hof und später schauten wir uns eine deutsche Komödie mit polnischen Untertiteln an. Dabei hatten wir viel Spaß. Die beiden Mädchen sind zu sich gegangen und wir in unsere Betten.


Freitag, den 27.05.2011


Da ich in Polen „zeitlos“ war, weiß ich nicht mehr, wann wir aufgestanden sind. Wir vertrauten Jakobs Mutter, dass sie den ganzen Zeitplan im Überblick hat. Es gab Nutellabrötchen und frische Milch - wie in einem Hotel, fertig serviert auf dem Platz angerichtet. Mit meiner Trompete in der Hand, stiegen wir ins Auto. Auf dem Weg zur Schule erledigten wir die alltäglichen Dinge, wie Kinder in den Kindergarten bringen und Einkäufe erledigen. Trotzdem trafen wir noch überpünktlich in der Schule ein. Es dauerte noch eine Weile, aber so langsam trudelten alle Kinder ein. Die Lehrer kamen aber als letzte an. Jetzt begann der kulturelle Teil. Zuerst traten wir auf.

Maria und Uta begrüßten auf Polnisch die Gastgeber und Wanda übersetze im Anschluss alles Weitere ins Polnische über. Dann spielte ich auf meiner Trompete das Lied „Eine polnische Volksweise“ und einen weiteren Titel. Musikalisch ging es dann auch weiter mit einem Rap von Satine auf der Melodika. Ein Höhepunkt war noch das Rollenspiel „Der Zauberlehrling“, vorgetragen von Uta, Felix, Jonas und Max aus der 6. Klasse.

Wir erhielten viel Beifall und die Anspannung war nun von uns gefallen. Jetzt traten die polnischen Kinder auf. Auch sie boten ein gutes, ansprechendes und abwechslungsreiches Programm. Dafür wurden sie mit viel Beifall belohnt.

Nach dem Programm wurden Fotos mit dem jeweiligen Gastkind gemacht.

Während der Frühstückspause wurde unser mitgebrachtes Gastgeschenk, ein Freundschaftsbaum, von unseren polnischen Schulpartnern eingepflanzt und jede Klasse erhielt eine selbstgebastelte Blume mit einem polnischen Gruß aus Töpchin.

Bevor wir in die Busse einsteigen durften, bekam jeder von uns ein graues T-Shirt und einen Anstecker mit den Namen unserer Schulen. Nun ging es mit zwei Bussen zu einem Pferdehof. Es folgte eine Führung auf dem Gelände. Wir konnten dort eine große Ausstellung von Kutschen bewundern. Von dort aus ging es durch einen Stall auf verschiedene Koppeln. Als die Führung zu Ende war, holte unsere Begleiterin vom Pferdehof ein gesatteltes Pferd. Alle Kinder wurden eine Runde auf dem Pferd geführt.

Das schöne Wetter und die gute Luft waren vorzügliche Begleiter unserer guten Laune. Wir hatten wirklich Spaß gehabt.

Nach dem Reiten wurden wir in den Pokalsaal geführt. Dort gab es eine Vielzahl von Pokalen zu bestaunen, welche in verschiedenen Turnieren mit verschiedenen Pferden gewonnen wurden. Von dort aus gingen alle zum Springplatz, wo schon ein gestapelter Holzhaufen, Wiener Würstchen und Brötchen auf uns warteten. Die Würstchen konnten wir selber im Lagerfeuer grillen.

Nach und nach trudelten so langsam unsere Gasteltern ein, mit denen wir nach Hause fuhren. Meine Gasteltern nahmen noch Henriette und ihre Freundin mit.

Zu Hause angekommen, wollte mir Jakob unbedingt seine Wii zeigen. Natürlich war ich sehr gespannt, denn in meinem zu Hause besitzen wir so etwas nicht. Leider konnten wir es nicht zu Ende spielen, denn an diesem Abend fand noch eine Party statt. Jakobs Mutter hatte den Salat schon dafür fertig und so gingen wir frisch geduscht dorthin.

Die Party war in Ordnung, denn alle, die an ihr teilnahmen, hatten gute Laune. Zufrieden gingen wir danach ins Bett.

Samstag, den 28.05.2011

Nachdem alle in der Schule eingetroffen waren, wurde noch einmal gemeinsam getanzt. Dann verabschiedeten wir uns gründlich und es wurden nochmals reichlich Fotos geschossen. Schließlich fuhren wir los. Wir winkten solange, bis unsere Freunde ganz verschwunden waren.

Anfangs gab es noch sehr viel zu erzählen, doch schon bald wurde es ruhiger, denn jeder hing seinen Gedanken an die vergangenen zwei Tage nach.

Gegen 18:00 Uhr trafen wir in Töpchin ein. Das Wiedersehen mit unseren Familien war sehr schön. Ich hoffe, dass es allen so gut gefallen hat wie mir und freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn ich Jakob bei mir begrüßen kann. Bis dahin werden aber noch einige Briefe oder Karten hin und her wandern.

Grundschule Töpchin

Helen R. Klasse:5